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Ich wünsche mir eine Veränderung, aber wie?




Irgendetwas stimmt nicht, du fühlst dich nicht wohl, du möchtest/musst etwas verändern… Ich habe jedoch keine Ahnung wie ich starten soll, mit was starte ich zuerst? Wo soll ich beginnen? Wie kann ich es verbessern oder verändern? Geht’s dir auch manchmal so, dass du dir diese Fragen stellst und dann den Kopf in den Sand steckst, weil du keine Antworten findest? Ich möchte dir hier ein paar Anregungen geben, wie du Schritt für Schritt deine Ideen umsetzen oder wie du am besten etwas verändern kannst.


Zunächst beginne dir ein Ziel zu setzen. Wer etwas verändern möchte, braucht eine klare Vorstellung, ein klares Bild wie das Ergebnis am Ende aussehen soll. Wir überlegen kurz und sind uns sicher, dass wir wissen, was wir wollen. Besser und konkreter ist es jedoch, wenn wir uns etwas Zeit nehmen und unser Ziel genau formulieren und das am besten schriftlich. Nehmen wir an wir möchten unser Wohnzimmer umgestalten, um mehr Platz zu bekommen bzw. den verfügbaren Platz besser zu nutzen. Schreiben wir beispielsweise die Frage: „Wie kann ich mein Wohnzimmer verändern, um mehr Platz zu erhalten?“ Genauso können wir einen Wunsch formulieren. „Ich möchte den Platz im Wohnzimmer besser nützen.“ Wenn wir unsere Frage oder unseren Wunsch laut aussprechen, bekommt unser Anliegen mehr Bedeutung und wir merken ob bzw. wie wichtig uns eine Veränderung tatsächlich ist. Wir merken aber auch an unserer Formulierung, ob wir, wie in unserem Beispiel, wirklich mehr Platz im Wohnzimmer möchten oder ob uns etwas anderes stört, ob wir es beispielsweise gerne gemütlicher hätten. Dann sollte unser Satz bzw. unser Wunsch umformuliert werden. Wenn du dir unsicher bist, dann kannst du auch mit jemanden über deine Ziele oder Wünsche sprechen. Vielleicht stellst du dann fest, dass es nicht am Wohnzimmer liegt, sondern dich die gesamte Wohnung einengt. Auch könnte im Gespräch festgestellt werden, dass das Wohnzimmer von den Kindern belagert wird und du dich dadurch eingeengt fühlst. Wenn du dein Ziel oder deinen Wunsch konkret formulieren kannst, kommen wir zum nächsten Schritt.


Als nächstes geht es darum Ideen zu sammeln was verändert werden kann. Beachte jedoch, dass du die Ideen nicht bewertest. „Oh, das ist zu aufwendig!“ „Davon kann ich mich nicht trennen, weil es ein Erbstück ist.“ usw. Die Ideen-Sammlung bitte unbedingt von der Bewertung trennen, denn sonst kommst du nicht weiter.

Fällt dir nichts ein, kann dies ein Zeichen sein, dass du dein Ziel noch nicht klar definiert hast. Ist das der Fall, dann zurück zum 1. Schritt. Eine Technik, die du für die Ideenfindung anwenden kannst, ist die Umkehrtechnik. Bedeutet, dein Ziel ins Gegenteil zu formulieren. Heißt jedoch nicht einfach zu sagen, das Wohnzimmer soll kleiner werden. Eine bessere Formulierung wäre: „Wie kann ich unser Wohnzimmer verändern, dass es kleiner wird und wir uns nicht mehr darin aufhalten können?“ Das Wohnzimmer abteilen und eine zusätzliche Wand aufstellen, einen großen Tisch aufstellen, eine größere Kommode kaufen,… Jetzt die Anti-Ideen ins Gegenteil umdrehen. Aus der Idee „eine zusätzliche Wand aufstellen“ wird z.B. eine Wand in die Küche abbrechen, um so den Raum zu vergrößern. Oder das Fenster vergrößern, um mehr Blick in den Garten zu bekommen. Ebenso eignet sich die Reizwortanalyse als Technik für Ideen. Hierfür verwende ein Substantiv, das dir gerade einfällt oder du beim Aufschlagen einer Zeitung als Erstes liest. Passend zum Hauptwort schreibe jetzt drei bis fünf Adjektive auf und stelle Verbindungen zwischen deinem Ziel und den Adjektiven her. Die daraus resultierenden Ideen aufschreiben. Dein Reizwort ist beispielsweise „Windenergie“. Die damit verbundenen Ideen für dein Wohnzimmer können sein: Natur und Grün. Du könntest also am Fensterbrett Kräuter stellen oder eine Blumenampel aufhängen. An Ideen mangelt es durch die beiden Techniken also nicht.


Anschließend gilt es die Ideen zu bewerten, am besten mit genauen Fragen. Was ist für mich am wichtigsten? „Die grauenvolle Couch soll raus.“ Was kann ich leicht umsetzen? „15 Bücher verschenken damit das Regal nicht mehr so vollgestellt ist.“ Gibt es Ideen, die sich gut kombinieren lassen? „Eine kleinere Kommode kaufen, die zum Teppich passt.“ Passt eine Idee nicht, dann versuche diese zu verbessern das sie dir gefällt.


Kreativität kann trainiert werden. Oftmals kommen die Besten Ideen, wenn wir unsere Gedanken schweifen lassen oder die Perspektive wechseln. Wie geht es dir mit Veränderungen? Fällt es dir leicht neue Ideen zu kreieren? Die Methode kann für jegliche Veränderung angewendet werden, sei es räumlich, beruflich oder privat.

Ich freue mich über deine Antworten.


Liebe Grüße

Elisabeth


Verpasse keinen Blogbeitrag und melde dich an unter www.elisabethdireder.com.




Quelle:
simplify, ein Unternehmensbereich der VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, Newsletter 06.07.2023, „Mal wieder keine Idee? Kreativität können Sie lernen!“

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